Forderungen Betroffener vom Vernetzungstag

Am 21. Juni 2025 organisierte der Bremer Betroffenenbeirat Istanbul-Konvention (B*BIK) den ersten Vernetzungstag für erwachsene Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt im Martinsclub Bremen. Die Veranstaltung von Betroffenen für Betroffene war eine eigene Maßnahme des B*BIK im Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention.
Der Vernetzungstag sollte einen geschützten Raum schaffen, in dem Betroffene ihre Erfahrungen teilen, Strategien entwerfen und Perspektiven sammeln und sich selbst ermächtigen können. Unter anderem diskutierten die Teilnehmenden die Fragen:
- Wie erlebst du die Folgen deiner Gewalterfahrungen?
- Welche Unterstützung und Hilfe hättest du vom Hilfesystem gebraucht?
- Wie können wir als Betroffene uns selbstwirksam fühlen?
Viele Teilnehmende interessierten sich insbesondere für den Austausch untereinander im Open Space. Betroffene forderten den Wunsch nach mehr solcher Angebote. Hier konnte ein Austausch belegen, dass viele Gewaltbetroffene ähnliche Problemlagen erleben und sich von Gesellschaft und Politik wünschen, dass ihre Bedarfe besser anerkannt werden. Ihre Kritik und Beiträge hat der Beirat ausgewertet und in Form von Forderungen an die Politik unter der Überschrift „Uns fehlt sichtbarer politischer Wille“ zusammengefasst.
Die Forderungen stehen hier zum Download zur Verfügung:
Uns fehlt sichtbarer politischer Wille – Forderungen vom Vernetzungstag am 21. Juni 2025
