Zweiter Betroffenenbeirat im Amt: 11 Stimmen gegen Gewalt

Im November 2025 hat die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Claudia Bernhard, den zweiten Bremer Betroffenenbeirat einberufen.
Elf Beirät*innen aus Bremen und Bremerhaven vertreten für die nächsten vier Jahre die Belange Betroffener geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Mitglieder bringen unterschiedliche Altersstufen mit und vielfältige Diskriminierungserfahrungen wie FGM/-C, sexualisierte Gewalt, digitale Gewalt, Stalking und transfeindliche Gewalt.
Anliegen und Standpunkte aus der Perspektive selbst Betroffener werden sie in den Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention einbringen. Dessen Maßnahmen in den Bereichen Prävention, Schutz und Unterstützung sowie Strafverfolgung messen sich an dem kritischen Blick des Betroffenenbeirats (B*BIK). Das Land Bremen gewinnt mit dem B*BIK das Erfahrungswissen von Expert:innen in eigener Sache und berücksichtigt systematisch die Sicht Betroffener in der Umsetzung der Istanbul-Konvention.
Frauensenatorin Claudia Bernhard würdigte zunächst das Engagement des ersten Bremer Betroffenenbeirats:
„Sie haben Impulse gesetzt, Strukturen hinterfragt, klare Empfehlungen formuliert und die öffentliche Debatte mit eigenen Inhalten vorangebracht. Dafür gebührt Ihnen aufrichtiger Dank und Anerkennung.“
Das neue Gremium will diesen Weg fortführen und die Bekämpfung von häuslicher Gewalt und Gewalt an Frauen, Mädchen und Queers im Land Bremen voranbringen.
„Der Betroffenenbeirat gibt mir die Chance gehört zu werden. Meine Erfahrungen bringe ich ein, um anderen Betroffenen eine Stimme zu geben – ich kann aktiv für mehr Gerechtigkeit mitgestalten, Missstände sichtbar machen und Lösungen entwickeln, die das Leben der Betroffenen verbessern“
beschreibt ein Mitglied das ehrenamtliche Engagement im B*BIK. Die Gruppe hat ihre Arbeit bereits aufgenommen. Sie werden die Fortschreibung des Landesaktionsplans eng begleiten.
Die Frauensenatorin ermutigte den neuen Beirat: „Ihnen wünsche ich einen kämpferischen Geist, einen klaren Blick und dass Sie sich in den nächsten vier Jahren nie vom Weg abbringen lassen. Vor allen Dingen aber mögen Sie einen starken Zusammenhalt als Gruppe erleben für Ihr Ziel: die Verhütung und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt.“
