Runder Tisch berät Maßnahmen für Landesaktionsplan II

Am Runden Tisch Istanbul-Konvention berieten Expert:innen aus dem Schutz- und Hilfesystem, Politik, Betroffenenvertretung, Verbänden und Fraueninfrastruktur, Ämtern und Verwaltung sowie Fachöffentlichkeit die Maßnahmen für einen zweiten Bremer Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention.
Breite Beteiligung sichert zivilgesellschaftliche Perspektiven
Unter Beteiligung vieler Akteur:innen in Arbeitsgruppen und Runden Tischen sind seit Frühjahr 2025 Anforderungen und Hinweise für eine Fortsetzung der ressortübergreifenden Gesamtstrategie in den Prozess eingeflossen. Entstanden sind Maßnahmenpakete zur Prävention und zum Schutz vor unterschiedlichen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt für Bremerhaven und Bremen.
Zum Runden Tisch im Juni führt die Landeskoordinierungsstelle Istanbul-Konvention bei der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz die Ergebnisse zusammen. In gemeinsamer Federführung mit der Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten hat sie den Auftrag den Bremer Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention fortzuschreiben.
Erfolgreiche Maßnahmen aus dem ersten Landesaktionsplan werden fortgeführt
Auf Landesebene werden efolgreich etablierte Maßnahmen aus dem LAP I weitergeführt. Dazu gehören die zentrale Gewaltschutzambulanz, der Bremer Betroffenenbeirat Istanbul-Konvention, die koordinierenden Stellen vor Ort bei den Polizeien Bremen und Bremerhaven und Fortbildungen zu geschlechtsspezifischer Gewalt.
Beschluss zum Landesaktionsplan II Ende 2026 erwartet
Neben dem bedarfsgerechten Ausbau der Beratungsangebote sieht der Landesaktionsplan II neue Maßnahmenpakete für die Handlungsfelder Prävention, Schutz und Unterstützung, Ermittlung und Strafverfolgung sowie ineinandergreifende politische Maßnahmen vor. Die Planungen werden nun mit Votum des Runden Tisches fortgeführt und mit Mitteln hinterlegt. Der von der ZGF einberufene Runde Tisch in Bremerhaven hatte die für Bremerhaven geplanten Maßnahmenpakete bereits im März geschnürt.
Der Landesaktionsplan II soll Ende des Jahres verabschiedet werden und für die Jahre 2027 – 2030 Bremens ressortübergreifende Strategie zur Verhütung und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt und häuslicher Gewalt festlegen.
