Einstand des neuen Betroffenenbeirats am Runden Tisch

Der Betroffenenbeirat brachte am Runden Tisch Istanbul-Konvention seine Positionen ein: zwei Sprecher:innen nahmen Stellung zu den grundlegenden Themen, die aus Betroffenensicht obenauf liegen im Land Bremen.
Hergeleitet aus aktuellen Lücken im Bundesland und den drängendsten Entwicklungen forderten sie das Angehen von neun zentralen Punkten im Landesaktionsplan II.
Positionen am Runden Tisch vorgebracht
Die eingebrachten Punkte erläuterten die Vertreter:innen mit den Bedarfen Betroffener und forderten eindrücklich:
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- Prävention im Erwachsenenalter stärken
- Digitale Gewalt ernst nehmen
- Strafverfolgung betroffenenzentriert ausrichten
- Anerkennen wirtschaftlicher Gewalt
- Mehr Frauenhausplätze
- Schutzplätze für Personen mit besonderem Schutzbedarf
- Bezahlbarer Wohnraum ist Gewaltschutz
- Hilfesysteme dauerhaft finanzieren
- Nachsorge nach Gewalterfahrungen verbessern
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In den folgenden Workshops konnten die Teilnehmenden Bezug nehmen auf die Rede des B*BIK. Jedes Handlungsfeld vertrat der Betroffenenbeirat mit Entsandten des Gremiums.
Der Runde Tisch diskutierte in diesem Jahr die Maßnahmen für den Landesaktionsplan II in drei Handlungsfeldern der Istanbul-Konvention:
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- Prävention
- Schutz und Unterstützung sowie
- Ermittlung und Strafverfolgung
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B*BIK bringt Perspektive Betroffener in den LAP II ein
Über das letzte Jahr war der Betroffenenbeirat in Arbeitsgruppen mit den Senatsressorts in Verantwortung für die Bereiche Kinder und Bildung, innere Sicherheit, Frauen, Soziales, Integration und Justiz und der Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten, Trägern des Schutz- und Hilfesystems für gewaltbetroffene Frauen* und Mädchen, Organisationen, Vereinen und Institutionen an der Sammlung von vielen Ideen beteiligt, die Maßnahmen im Landesaktionsplan II bilden sollen.
Entstanden sind Maßnahmenpakete zur Prävention und zum Schutz vor unterschiedlichen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt, sowie Ermittlung und Strafverfolgung. Zum Runden Tisch am 15. Juni wurden die Ergebnisse zusammengeführt.
Die Betroffenenperspektive nimmt strukturiert und als fester Bestandteil des Runden Tisches Eingang in die dort debattierten und vorangebrachten Themen.
Am Runden Tisch kommen Akteur:innen aus dem Schutz- und Hilfesystem, Politik, Betroffenenvertretung, Verbänden und Fraueninfrastruktur, Ämtern und Verwaltung sowie Fachöffentlichkeit zusammen. Einmal im Jahr informieren sie sich über aktuelle Entwicklungen und tauschen sich zu anstehenden fachlichen Fragen aus.
Zweiter Landesaktionsplan Ende 2026 erwartet
Die am Runden Tisch zusammengetragenen Stimmen werden als wichtiges Votum in die weitere Planung zur Umsetzung der Istanbul-Konvention im Land Bremen einbezogen.
Die in den Workshops vorgestellten Maßnahmenpakete sollen den in der Istanbul-Konvention vorgegebenen Schutz, die Verhütung und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt für das Land Bremen weiterführen und ausbauen, indem sie an den ersten Landesaktionsplan anknüpfen und Lücken schließen.
Der Landesaktionsplan II soll Ende 2026 dem Senat vorgelegt werden.
Download: Stellungnahme des B*BIK aus dem Abschlussbericht zum Landesaktionsplan (März 2026)
